Vesper «Gaudete – 3. Advent: Freut euch im Herrn»

     Samstag, 10. Dezember 2022, 17.15 Uhr: Vesper, Kirche St. Karl, luzern

     Samstag, 10. Dezember 2022, 19.00 Uhr: Vesper, Hauptkapelle, Missionshaus Immensee
     Englische adventliche "Evensong", Santa-Lucia Gesang und schwedische Advents-Lieder

Litrugie:   Pater Martin Jäggi

Solo-Sopran: Madelaine Wibom

Solisten-Quartett des Vokalensembles i Cantanti Küssnacht am Rigi: Rei Tasaki (Sopran), Sabine Geiger (Alt), Gabriel Piepke (Tenor), Jonathan Prelicz (Bass)

Orgel : Markus Kühnis

Leitung: Heinrich Knüsel

Zusammen mit den Texten von Pater SMB Martin Jäggi von der Bethlehem-Missionsgesellschaft gestaltet das Küssnachter Vokalensemble i Cantani die Vesper vom 10. Dezember in freudiger und lichterfüllter Erwartung des Erlösers am Gaudete-Sonntag.

Die Musik zu dieser Vesper stammt hauptsächlich aus England, wo das Abendgebet noch heute täglich zelebriert wird. Seit der Spätrenaissance entwickelte sich die Musik aus einfachen Gesängen zu polyphonen Vertonungen, insbesondere des Magnifikats, bis ins 21. Jahrhundert. Immer wieder haben die Tonschöpfer wunderbare Lobgesänge mit dem typischen, sinnlich kantablen Klang der englischen Vokalmusik beigesteuert.

In Schweden feiert man schon seit vielen Jahrhunderten die Wintersonnenwende am 13. Dezember und freut sich seit der Einführung des gregorianischen Kalenders auf das baldige Kommen des Erlösers mit dem mystischen Santa-Lucia-Brauch. Die Mädchen tragen silbrig glitzernde Bänder, welche in halbrunde, zierliche Prinzessinnenkronen eingeflochten sind. Die Nacht wird erleuchtet vom Glanz der Kerzen auf ihren Kronen und sie singen frohgestimmte, weihnächtliche Lieder. Die schwedische Sängerin Madelaine Wibom verzaubert uns mit ihrer berückend schönen Stimme. Daneben singt sie empfindsame und anrührende Advents- und Weihnachtslieder aus ihrer schwedischen Heimat.

Die Vesper wird eröffnet durch Madelaine Wibom, welche mit der Lichterkrone durch die dunkle Kirche schreitet und singend «Santa Lucia» anruft. Das Solisten-Quartett schliesst mit dem Hymnus „Conditor alme siderum“ von Melvin Bird (*1955) an. Er wird abwechselnd mit dessen englischen Übersetzung „Creator“ von Jeremiah Clarke (17. Jahrhundert) gesungen. Zwei musikalische Werke aus total verschiedenen Welten, welche sich aber wunderbar ergänzen. Dann erklingen zwei Advent-Psalmen: „Ye gates and evelasting doors (Psalm 24.7-10)“ von John Valentine (1730-1791) sowie “The Lord is my light (Psalm 27)” von Horatio Parker (1863-1919). Als Canticum machen wir einen Sprung in die Welt der Gospels “Heaven ist a wonderful place” (Wolfgang Koperski, *1951), welchem wir das “Sing Halleluja to the Lord”(Linda Stassen, *1951) anfügen . Madelaine Wibom leitet mit zwei schwedischen Adventsliedern zur Schriftlesung durch Martin Jäggi über. Nach seinen Gebeten erkling das Magnificat von Samuel Webbe Snr. (1740-1816). Der besinnliche Abend schliesst mit dem berührenden Weihnachtslied «Det strålar»( es strahlt) und dem «Santa-Lucia»-Gesang, wenn Madelaine Wibom wieder durch die abgedunkelte Kirche hinaus schreitet.

Eintritt frei, Kollekte

Madelaine Wibom, Sopran